Fröling T4e Hackschnitzelheizung 90 bis 350 kW kaufen
Maßzeichnung Fröling T4e 200 bis 350 kW Hackgutkessel
Fröling Lambdatronic H 3200 Touchdisplay am T4e

Fröling

Fröling T4e Hackschnitzelheizung 90 bis 350 kW für Landwirtschaft, Gewerbe und Nahwärme

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Lieferzeit: auf Anfrage

EEK: kein Energielabel über 70 kW / Produktdatenblatt

Leistung:90 kW

Hersteller: Fröling Heizkessel- und Behälterbau Ges.m.b.H.
Industriestraße 12, A-4710 Grieskirchen, Österreich, www.froeling.com

Fröling T4e Hackschnitzelheizung 90 bis 350 kW – Hackgutkessel für Landwirtschaft, Gewerbe und Nahwärme

Ab einem Wärmebedarf von rund 90 kW geht es nicht mehr um ein einzelnes Wohnhaus, sondern um einen Hof mit mehreren Gebäuden, ein Mehrfamilienhaus, einen Betrieb, eine Gemeinde oder ein kleines Nahwärmenetz. Dort fallen jedes Jahr fünfstellige Heizkosten an – und genau dort spielt Hackgut seinen Preisvorteil am stärksten aus. Die Frage ist nicht mehr, ob sich eine Hackschnitzelheizung lohnt, sondern ob die Anlage im Dauerbetrieb zuverlässig läuft, wenig Personal bindet und sauber geplant ist.

Der Fröling T4e in den großen Baugrößen von 90 bis 350 kW ist für diesen Einsatz gebaut: robuster Stoker, mehrteiliger Kipprost, großvolumige Zellradschleuse und eine Regelung, die bis zu vier Kessel als Kaskade zusammenschaltet. Für Leistungen bis 80 kW haben wir den Fröling T4e 20 bis 80 kW als eigenes Produkt.

  • 13 Leistungsgrößen: 90, 100, 110, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 200, 250, 300 und 350 kW
  • Modulierender Betrieb ab 30 % der Nennleistung
  • Hackschnitzel A2 / P16S–P31S und Pellets A1 im selben Kessel
  • Kesselwirkungsgrad bis 95,1 % mit Hackschnitzel, Kesselklasse 5 nach EN 303-5
  • Kaskade mit bis zu vier T4e – bis 1.400 kW aus einer Regelung
  • Fördermittel von der KfW erhalten

Wofür die großen T4e gedacht sind

  • Landwirtschaft: Wohnhaus, Altenteil, Werkstatt und Stall aus einer Anlage – mit Hackgut aus dem eigenen Wald.
  • Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen: zentrale Wärme für viele Wohneinheiten, Abrechnung über Wärmemengenzähler.
  • Gewerbe, Hotels und Betriebe: hoher Grundlastbedarf über das ganze Jahr, oft mit Prozess- oder Trocknungswärme.
  • Gemeinden und Nahwärme: Schule, Halle, Rathaus oder ein kleines Dorfnetz, versorgt aus einer Heizzentrale.

Bei diesen Anlagen ist die Planung wichtiger als der Kessel selbst: Heizlast, Lagerraum, Austragung, Pufferspeicher, Netzhydraulik und Schornstein müssen zusammenpassen. Genau diesen Teil übernehmen wir mit Ihnen.

Was sich gegenüber den kleinen Baugrößen ändert

  • Stoker: Bis 180 kW arbeitet der T4e mit einer Ø 100 mm Stokerschnecke, ab 200 kW mit Ø 150 mm – für hohen Brennstoffdurchsatz auch bei grobem Hackgut.
  • Kipprost: Zwei Kipproste bis 250 kW, drei Kipproste bei 300 und 350 kW. Der Rost kippt zur Reinigung um 110° und wird vollständig entleert.
  • Rücklaufanhebung: Bis 250 kW serienmäßig im Kessel integriert, bei 300 und 350 kW optional.
  • Stromanschluss: Alle Größen mit 400 V Drehstrom, ab 300 kW mit C25A abgesichert.
  • Abgasrohr: 179 mm bei 90–110 kW, 199 mm bei 130–180 kW und 249 mm ab 200 kW – der Schornstein muss entsprechend dimensioniert sein.
  • Heizraum: Mindestraumhöhe 2,10 m bis 110 kW, 2,35 m bis 180 kW und 2,50 m ab 200 kW.

Brennkammer, Rost und Reinigung

Verbrannt wird in einer Brennkammer aus Siliziumcarbid mit fester Aufschubzone und automatischem Kipprost. Ein drehzahlgeregeltes EC-Saugzuggebläse und die Lambdasonde stellen die Verbrennung laufend auf den Brennstoff ein – auch wenn das Hackgut von Lieferung zu Lieferung unterschiedlich feucht ist. Die Wärmetauscherrohre werden über Wirbulatoren vollautomatisch gereinigt, die Asche aus Brennkammer und Wärmetauscher läuft über Schnecken in den Aschebehälter. Für lange Entleerintervalle gibt es die externe Ascheaustragung in eine 240-Liter-Tonne oder einen 330-Liter-Klappbodenbehälter. Optional lässt sich ein elektrostatischer Partikelabscheider integrieren.

Austragung und Lagerraum

Bei Anlagen über 90 kW werden schnell 50 bis mehrere hundert Schüttraummeter Hackgut pro Jahr gebraucht. Als Faustregel rechnet man mit etwa 2,0 Schüttraummetern Hartholz-Hackgut bzw. 2,5 Schüttraummetern Weichholz-Hackgut je kW Heizlast und Jahr. Entsprechend groß sollte der Lagerraum sein, damit Sie nicht ständig nachliefern lassen müssen.

Ausgetragen wird mit Federblattrührwerken und Austragschnecken, die über ein steckbares System an den Kessel angebunden werden. Ein Schrägboden ist dabei nicht nötig. Großvolumige Zellradschleuse, Wendesteuerung bei Fremdkörpern und Abscherkante sorgen für einen störungsarmen Betrieb. Welche Austragung, wie viele Schnecken und welches Befüllsystem für Ihren Bunker passen, legen wir nach einer Skizze mit Maßen fest.

Kaskade und Regelung

Die Lambdatronic H 3200 mit 7 Zoll Touchdisplay steuert Kessel, Austragung, Pufferspeicher, Warmwasser und bis zu 18 Heizkreise. Bei großem und stark schwankendem Wärmebedarf ist eine Kaskade oft die bessere Lösung als ein einziger großer Kessel: Bis zu vier T4e arbeiten zusammen, im Sommer läuft nur ein Kessel im effizienten Bereich, im Winter schalten die weiteren zu. Fällt ein Kessel zur Wartung aus, laufen die anderen weiter. Über Fröling Connect, Modbus TCP oder Loxone lässt sich die Anlage in eine Gebäudeleittechnik einbinden und aus der Ferne überwachen.

Technische Daten Fröling T4e 90–350 kW

Parameter T4e 90–110 T4e 130–150 T4e 160–180 T4e 200–250 T4e 300–350
Leistungsgrößen [kW] 90 / 100 / 110 130 / 140 / 150 160 / 170 / 180 200 / 250 300 / 350
Wärmeleistungsbereich [kW] 27–90 / 30–100 / 33–110 39–130 / 42–140 / 45–150 48–160 / 51–170 / 54–180 59–199 / 75–250 90–300 / 105–350
Kesselwirkungsgrad Hackschnitzel Nennlast [%] 93,6 / 93,6 / 93,8 94,2 / 94,4 / 94,6 94,8 / 94,9 / 95,1 –
Kesselwirkungsgrad Pellets Nennlast [%] 95,5 / 94,7 / 94,6 94,5 / 94,5 / 94,4 94,4 / 94,3 / 94,3 –
Kesselklasse EN 303-5 5
Brennstoff Hackschnitzel EN ISO 17225-4 A2 / P16S–P31S (Deutschland zusätzlich Brennstoffklasse 4 nach 1. BImSchV), Pellets EN ISO 17225-2 A1 / D06
Notwendiger Förderdruck (Schornsteinzug) Nenn-/Teillast [Pa] 5 / 2 (max. zulässig 30)
Abgasmassenstrom Nennlast [kg/s] 0,064 / 0,068 / 0,072 0,090 / 0,097 / 0,104 0,112 / 0,115 / 0,122 0,136 / 0,165 0,209 / 0,237
Abgasmassenstrom Teillast [kg/s] 0,020 / 0,021 / 0,023 0,028 / 0,030 / 0,033 0,035 / 0,036 / 0,038 0,043 / 0,052 0,065 / 0,077
Abgastemperatur Nennlast [°C] 125 / 130 / 135 125 / 125 / 130 135 / 140 / 145 130 / 140 130 / 135
Abgasrohrdurchmesser [mm] 179 199 249
Wasserinhalt [l] 228 320 438 783
Gewicht inkl. Stoker, ohne Wasser [kg] 1.160 1.500 2.500 3.175
Höhe inkl. Abgasanschluss x Breite inkl. Stoker x Länge [mm] 1790 x 1570 x 1795 1895 x 1570 x 2105 2025 x 1955 x 2550 1980 x 2325 x 2720
Kesselbreite / Einbringbreite ohne Isolierung [mm] 790 1060 / 980 1280 / 1195
Mindestraumhöhe [mm] 2100 2350 2500
Vor-/Rücklauf 2 Zoll 2 1/2 Zoll DN 80 / PN 6
Rücklaufanhebung im Kessel integriert optional
Stokerschnecke / Kipproste Ø 100 mm / 2 Ø 150 mm / 2 Ø 150 mm / 3
Elektroanschluss 400 V / 50 Hz, C16A 400 V / 50 Hz, C25A
Elektrische Leistung Hackgut Nennlast [W] 126 / 138 / 138 136 / 137 / 136 136 / 136 / 136 135 / 214 420 / 567
Max. Betriebstemperatur / Betriebsdruck 90 °C / 4 bar
Pufferspeicher für KfW-Förderung, mind. 30 l/kW [l] 2.700 / 3.000 / 3.300 3.900 / 4.200 / 4.500 4.800 / 5.100 / 5.400 6.000 / 7.500 9.000 / 10.500
Wartungsabstand Isoliertür / Rückseite / Stoker / oben [mm] 800 / 500 / 300 / 500 900 / 500 / 300 / 500 900 / 800 / 300 / 500

Quelle: Fröling Montageanleitungen Holzhackschnitzelkessel T4e 20-180 (10/2024) und T4e 200-350 (01/2023) sowie Prospekt T4e. Für 200 bis 350 kW weist Fröling keinen Kesselwirkungsgrad (NCV) aus. Technische Änderungen vorbehalten.

Pufferspeicher und Hydraulik

Technisch braucht der T4e keinen Pufferspeicher, weil er bis 30 % herunter moduliert. Für die KfW-Förderung ist bei Biomasseanlagen aber ein Pufferspeicher mit mindestens 30 Litern je kW vorgeschrieben, und in der Praxis verbessert er den Betrieb deutlich: weniger Starts, gleichmäßigere Last, mehr Reserve bei Lastspitzen. Bei Nahwärmenetzen planen wir Speicher, Netzpumpen, Übergabestationen und Wärmemengenzähler mit Ihnen gemeinsam.

Förderung

Für Wohngebäude ist der T4e über die KfW-Heizungsförderung (Zuschuss 458) förderfähig. Die Grundförderung beträgt 30 %, die förderfähigen Kosten sind pro Gebäude nach Anzahl der Wohneinheiten gestaffelt – bei Mehrfamilienhäusern kommt so ein deutlich höherer Zuschuss zusammen. Für Nichtwohngebäude wie Betriebe, Hallen oder kommunale Gebäude gelten eigene Förderprogramme der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Welches Programm zu Ihrem Vorhaben passt und welche Ausführung gelistet ist, prüfen wir vor dem Angebot. Der Antrag muss in jedem Fall vor Vorhabenbeginn gestellt werden.

Lieferung und Einbringung

Kessel, Stokereinheit und Zubehör kommen auf Paletten per Spedition. Ab 200 kW wiegt der Kessel ohne Stoker 2.280 kg (200–250 kW) bzw. 2.785 kg (300–350 kW) – hier wird in der Regel mit Kran über die vier Kranösen oder mit Stapler eingebracht. Für enge Zugänge lässt sich der Kessel teilweise demontieren: Das Einbringmaß beträgt dann 2210 x 980 x 2030 mm (200–250 kW) bzw. 2340 x 1195 x 1980 mm (300–350 kW). Bitte schicken Sie uns vorab Fotos und Maße des Zugangs zum Heizraum.

Planung, Montage und Inbetriebnahme

Wir planen mit Ihnen die komplette Heizzentrale: Kessel oder Kaskade, Austragung, Lagerraumbefüllung, Pufferspeicher, Hydraulik und Schornstein. Die Montage übernehmen Sie oder Ihr Installateur mit unserer Begleitung per Telefon, Video oder WhatsApp, die Inbetriebnahme koordinieren wir. Für den Schornstein erstellen wir eine Querschnittsberechnung – dafür brauchen wir Höhe, Innendurchmesser, Innenmaterial und Ihre Postleitzahl.

Qualität und Herkunft

Fröling entwickelt und fertigt seit 1961 Holzheizungen in Grieskirchen, Oberösterreich, und gehört zu den führenden Herstellern von Biomassekesseln in Europa. Der T4e ist nach EN 303-5 Kesselklasse 5 geprüft und erfüllt die Ökodesign-Anforderungen nach VO (EU) 2015/1189. Bioheizer24 ist seit 2006 in der Anlagenmechanik und seit 2013 auf Heizanlagen spezialisiert.

Häufige Fragen zum Fröling T4e 90–350 kW

Ein großer Kessel oder eine Kaskade?

Bei stark schwankendem Bedarf, etwa viel Wärme im Winter und nur Warmwasser im Sommer, ist eine Kaskade aus zwei kleineren Kesseln meist effizienter und ausfallsicherer. Bei gleichmäßig hohem Bedarf über das ganze Jahr reicht oft ein großer Kessel. Wir rechnen beide Varianten mit Ihnen durch.

Wie viel Hackgut brauche ich pro Jahr?

Als Richtwert etwa 2,0 Schüttraummeter Hartholz- bzw. 2,5 Schüttraummeter Weichholz-Hackgut je kW Heizlast und Jahr. Ein Betrieb mit 150 kW Heizlast liegt damit bei rund 300 bis 375 Schüttraummetern – entscheidend sind die tatsächlichen Volllaststunden.

Kann der Kessel auch Pellets verbrennen?

Ja. Der T4e ist für Hackschnitzel A2 / P16S–P31S und für Pellets A1 zugelassen. Die Regelung stellt sich über die Lambdasonde auf den jeweiligen Brennstoff ein.

Welche Anforderungen gibt es an den Heizraum?

Je nach Größe sind 2,10 bis 2,50 m Raumhöhe nötig, vor der Isoliertür 800 bis 900 mm und hinter dem Kessel 500 bis 800 mm Platz. Dazu kommen Brandschutzanforderungen an Heiz- und Lagerraum nach Landesrecht, die wir bei der Planung berücksichtigen.

Gibt es ein Energielabel?

Das EU-Energielabel gilt nur für Kessel bis 70 kW. Für die großen T4e gibt es deshalb kein Label, die Ökodesign-Anforderungen der VO (EU) 2015/1189 erfüllt der Kessel trotzdem.

Preis auf Anfrage

Bei Anlagen dieser Größe stellen wir jedes Angebot individuell zusammen. Für eine erste Einschätzung helfen uns: Art und Anzahl der Gebäude, bisheriger Verbrauch, Heizlast falls bekannt, Lage und Maße von Heizraum und Lagerraum (gerne als Skizze oder Fotos), Herkunft des Hackguts und die Daten des Schornsteins. Dann erhalten Sie ein konkretes Angebot inklusive Förderberatung.

Individuelle Beratung und Planung

Wir besprechen mit Ihnen Ihre Bedürfnisse und Anforderungen, um die ideale Heizlösung für Sie zu finden.

Wir bei Bioheizer24 widmen uns täglich der Beratung und Planung alternativer Heiz Projekte. Uns ist bewusst, dass Sie möglicherweise nicht täglich mit diesen Themen in Berührung kommen. Daher ist es nur natürlich, dass Fragen aufkommen, bevor Sie eine Entscheidung treffen, die sowohl für Ihr Zuhause oder Ihren Gewerbebetrieb als auch für die Umwelt von Bedeutung ist. Unser Ziel ist eine Partnerschaft, die Ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und Ihnen Produkte höchster Qualität bietet. Um Ihre Fragen umfassend zu beantworten und individuell auf Ihre Anforderungen ein-zugehen, bitten wir Sie, unser Kontaktformular auszufüllen. Dies ermöglicht uns eine persönliche Beratung und gemeinsame Findung der für Sie optimalen Heizlösung. Lassen Sie uns zusammen für eine umweltfreundliche und effiziente Zukunft sorgen.